Inplastor AB: Einem Spezialisten in die Karten geschaut

04.07.2005

Zwei Genius 52 UV-Maschinen von KBA-Metronic erhöhen die Flexibilität

Inplastor AB: Einem Spezialisten in die Karten geschaut

Inplastor AB in Schweden ist auf das Bedrucken verschiedenster Kunststoffe spezialisiert. Das Unternehmen gehört zur XPonCard-Gruppe, einem der größten Plastikkarten-Produzenten Europas. Die erste der beiden Genius 52 UV wird seit November 2004 im Bereich Kartendruck eingesetzt, seit Juni 2005 die zweite auch für Werbe-, Arbeits- und Informationsmittel.

Im Jahre 1957 startete das Unternehmen Inplastor in einer Garage: Schlüsselringe und -anhänger wurden mit Plastikeinlagen versehen. Die beiden Gründer, Ake Larsson und Lawrence Sullivan, dehnten 1965 mit dem Umzug von Stockholm nach Motala ihre Produktpalette aus und praktizierten nun die Direktbedruckung von Plastikteilen nicht nur im Siebdruck, sondern als erster europäischer Anwender auch im Offsetdruck.

Karten und mehr

1980 wurde Inplastor von einer Investmentgruppe gekauft und 1991 von der Graphium-Gruppe übernommen.

Intelligente Erweiterung der Druckkapazität

Während die meisten Plastikdruckereien lediglich einen oder zwei der gängigsten Kunststoffe bedrucken können, baute Inplastor ein beträchtliches Know-how für den Direktdruck auf 15 verschiedenen Plastiksubstraten bis hin zum Linoleum auf.

Durch die Kombination von Sieb- und Offsetdruck (auch in Rückseitenbedruckung transparenter Materialien) sowie von Prägen, Stanzen, Vakuumverformen, Laminieren, Verkleben, Verschweißen und anderen Veredelungstechniken entwickelt Inplastor ständig die Produktpalette weiter.

Gute Gründe für die Genius 52 UV

Die KBA-Metronic Genius 52 UV verkörpert den modernsten Stand der Technik: wasserloser und zonenschraubenloser Offsetdruck mit UV-härtenden Druckfarben und optional UV-Lack – und das bei einem überschaubaren Investitionsaufwand. Vor allem in der Ausstattung mit Lackwerk lässt sich ein Glanz erzielen, der es erlaubt, auf den Spiegelglanz der wesentlich unwirtschaftlicheren Offline-Laminierung zu verzichten. Nicht zu vergessen die Umweltfreundlichkeit: Die Kurzfarbwerke kommen ohne Feuchtmittel aus – ein wichtiges Argument für ISO-14000-zertifizierte Unternehmen wie Inplastor.

Ausschlaggebend war aber die problemlose Bedruckbarkeit möglichst vieler Kunststoffe. „Unsere Anforderung, noch mehr Plastikarten als bisher wirtschaftlich bedrucken zu wollen, konnten die konventionellen Bogenoffsetmaschinen selbst nach einjährigen Tests bei drei verschiedenen Herstellern nicht erfüllen“, erläutert Inplastor-Geschäftsführer Hakan Kindström. „Auf der Messe Cartes in Paris sahen wir dann den Prototyp einer Genius 52 UV mit Lackwerk, deren Fähigkeiten und einfache Bedienbarkeit unseren Vorstellungen entsprach.“ Kindström entschied sich, eine Fünffarben-Genius für den Standort Strängnäs schnellstmöglich zu installieren und in Motala später die eigentliche Wunschmaschine mit Lackwerk und Auslageverlängerung für den erforderlichen Lackverlauf vor UV-Trocknung aufzustellen.

Das kleinere Format (36 x 52 cm) ist angesichts der teueren Bedruckstoffe kein Nachteil; die geringe Makulaturrate (höchstens zehn Bogen) und die optimale Formatausnutzung wirken sich äußerst positiv auf die Kosten aus.

Attraktiv für Siebdrucker und Druckeinsteiger

Nach wie vor setzt Inplastor den Siebdruck ein, sowohl für den Lackauftrag zwecks späterer Laminierung als auch zum Druck mit effektpigmenthaltigen Farben.

Insofern erscheint es plausibel, dass eine Genius 52 UV generell für viele Siebdruckereien, die neue Geschäftsfelder suchen und vielleicht schon Erfahrung im UV-Druck besitzen, eine lohnende Erweiterungsinvestition sein könnte. Ja, sogar für Werbeagenturen, die eine eigene Werbemittelproduktion aufbauen wollen.

Interessante Websites:

www.xponcard.com

www.kba-metronic.com